Geschichte und Bedeutung des Amtswerders

1256 wird die Burg erstmals als Veldberge erwähnt, die auf einem Landvorsprung in der Südostbucht des Haussees von den Brandenburgern zum Schutz der östlichen Grenze errichtet wurde.

1516 kaufte der mecklenburgische Herzog Feldberg die Burg. Der Burgort wurde 3 Jahre später Drostensitz des neuen Amtes gleichen Namens. Neben dem Hauptgebäude, dem Schloss, befand sich auf dem Schlosshof das Kanzleihaus.

1618 entstand ein neues Amtsgebäude. Ein Backhaus sowie eine Einzäunung mit Tor und Brücke umfassten den Schlossplatz mit 2 Linden.

Im Schutz der Burg entwickelte sich auf dem Amtswerder der Ort Feldberg. Schon sehr früh standen dort 2 Bauernhöfe, eine Fischerei und ein Gasthof. Nicht nur die Kriegszerstörungen sondern auch die topografische Lage behinderten nach dem dreißigjährigen Krieg die wirtschaftliche Entwicklung Feldbergs. Die bei der Burggründung gewählte Insellage wirkte sich jetzt nachteilig für die landwirtschaftliche und verkehrstechnische Erschließung aus. Der Amtshof verfiel und das Schloss musste 1770 abgerissen werden. An seiner Stelle errichtete man 1781/82 das Drostenhaus. Der südliche Flügel des Drostenhauses steht auf den massiven Kellerräumen des Schlosses. Dem Schlossgebäude folgten ein Wirtshaus und ein Beamtenhaus.

Ebenfalls in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die ersten Häuser auf dem Festland gegenüber der Insel errichtet. Die wichtigsten Einrichtungen, wie der Amtshof, der Marktplatz, die Kirche anstelle der Burgkapelle, der Gasthof, die Schule sowie zwei Bauernhöfe, blieben weiterhin auf dem Amstwerder.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Spritzenhaus auf dem Amtswerder errichtet.

Der Mecklenburgische Kalender verzeichnet für das Jahr 1789 für Feldberg 2 Märkte.

Ab 1770 entwickelte sich Feldberg auf dem Festland, dem heutigen größeren Stadtgebiet von Feldberg.

1919 erhält Feldberg das Stadtrecht.

Der Amtswerder mit Amtsplatz und Amtshof, verbunden durch den Weidendamm mit dem Festland, ist der historisch prägende Teil der Stadt Feldberg.

Quelle: Kreisverwaltung (Verordnung über den Denkmalbereich)